Großaufträge für Telekom Kabelfernsehen

Von Ralf Pelkman
Von Ralf Pelkman

Es ist einer der größten Deals der letzten Jahre: Die Telekom schließt mindestens 10.000 Neubauwohnungen der ABG Frankfurt Holding an ihr Kabelsignal an. Das Besondere: Der Konzern verlegt zwei separate Glasfaserleitungen. Eine für Internet, Telefon und IP-Fernsehen (Magenta TV) und eine für den Empfang von Kabelfernsehen (Zuhause Kabel Fernsehen Fiber, ZKFF).

„Wir setzen bei diesem Bauvorhaben vollständig auf die schnelle Glasfaser“, erklärt Johannes Jansen, Leiter des Competence Centers Wohnungswirtschaft. „Das Verlegen zweier separater Glasfaserleitungen ist bisher einzigartig im Kabelmarkt. Umso mehr freut es uns, dass wir ein so bedeutendes Unternehmen wie die ABG von unserem Angebot überzeugen konnten.“

Im Bild zu sehen sind v. l. n. r.: Johannes Jansen, Leiter Competence Center Wohnungswirtschaft der Telekom Deutschland GmbH, Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland GmbH, Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG FRANKFURT HOLDING, Frank Bothe, Leiter Technik Niederlassung Südwest der Telekom Deutschland GmbH.

Besser fernsehen und schneller surfen

Die ABG ist mit aktuell rund 52.000 Wohnungen der größte Vermieter im Rhein-Main-Gebiet und bietet damit Wohnraum für fast ein Viertel der Frankfurter Bevölkerung an. In den kommenden Jahren will der Immobilienkonzern etwa 10.000 Neubauwohnungen errichten. Für diese Bauvorhaben wird die Telekom die komplette Netzinfrastruktur bis in jede einzelne Wohnung liefern. „Das schafft eine zehnmal schnellere Geschwindigkeit im Download und eine fünfmal schnellere im Upload von Internetangeboten im Vergleich zu einem derzeit üblichen 50-MBit/s-Anschluss. Unsere ABG zeigt wieder, dass sie auf der Höhe der Zeit ist und ein innovativer Vorreiter im Interesse unserer Mieterinnen und Mieter“, lobte Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann anlässlich der Vertragsunterzeichnung.
Zur Kabel-TV-Grundversorgung der Telekom gehören aktuell mehr als 240 frei empfangbare digitale TV- und Radiosender, davon mehr als 25 in HD (HD = hochauflösendes Fernsehen), einer in Ultra-HD sowie 35 Fremdsprachensender.

Glasfaser für Bützow

Ebenfalls auf der Höhe der Zeit sind drei Wohnungsunternehmen in Bützow: Die Immobilien Service Bützow GmbH (Tochter der Bützower Wohnungsgesellschaft mbH), die Wohnungsgenossenschaft eG Bützow und die Wohnungsbaugenossenschaft Nord eG haben sich zusammengetan und wollen die Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam zum Vorreiter in Sachen Glasfaser und schnelles Internet machen. Dazu haben sie einen Vertrag mit der Telekom abgeschlossen. Ab Mitte Dezember wird der Bonner Konzern insgesamt circa 2000 Wohneinheiten mit Kabelfernsehen und Glasfaserleitungen versorgen.

„Wir freuen uns sehr, dass nun immerhin rund ein Drittel der Bützower Einwohner an das schnelle Glasfasernetz angebunden wird”, verkündet Monika Gräning, Geschäftsführerin der Immobilien Service Bützow. „Damit möchten wir auch andere kleinere Städte in Mecklenburg-Vorpommern ermuntern, selbst die Initiative zu ergreifen bei der Anbindung an eine zukunftsfähige Infrastruktur.”

Mit mehr als 455.000 Kilometern betreibt die Telekom schon jetzt das größte Glasfasernetz in Deutschland. Allein im Jahr 2017 hat der Konzern ungefähr 40.000 Kilometer der schnellen Lichtleiter verlegt, in diesem Jahr kommen weitere 60.000 Kilometer hinzu.