Zuhause Kabel Fernsehen: Die Zukunft ist digital

2018 ist es so weit: Bis Ende des Jahres schaltet die Telekom ihr analoges TV- und Radiosignal schrittweise ab. Das bedeutet: Zuhause Kabel Fernsehen wird vollständig digital. Doch was ergibt sich daraus  für Ihre Mieter?

„Derzeit nutzen rund 9 Prozent unserer Kunden noch das analoge Fernsehen. Zudem hören immerhin noch 2,4 Prozent UKW“, sagt Guido Schwarzfeld, Leiter Produktmanagement des Competence Centers Wohnungswirtschaft der Telekom. „Jeder, der heute einen modernen Flachbildfernseher besitzt und mehr als 30 Programme zur Auswahl hat, schaut bereits digital.” Für Kunden von Zuhause Kabel Fernsehen bedeutet das: brillanter Ton, glasklares Bild, über 135 frei empfangbare TV-Sender, davon mehr als 35 Fremdsprachenprogramme und 25 Sender in HD-Qualität. Dazu kommen zahlreiche Pay-TV-Pakete (viele davon in HD), welche die Nutzer wahlweise hinzubuchen können.

Lediglich diejenigen Mieter, die noch einen sehr alten Fernseher besitzen (meistens ein Röhrengerät), empfangen ihr Signal noch analog und sind von der Abschaltung betroffen. Um weiterhin die gewohnten TV-Programme zu empfangen, müssen sie einen Digital-Analog-Wandler zwischen ihr jetziges TV-Gerät und der Multimediadose schalten oder sich einen modernen Flachbildfernseher zulegen. Für die Hörer von UKW gilt Vergleichbares: Auch sie benötigen einen Wandler, um die neuen digitalen Radiosender auf den alten Geräten weiterhin genießen zu können.

Damit aber am Stichtag niemand von einem schwarzen Bildschirm überrascht wird, begleitet das Competence Center Wohnungswirtschaft die Volldigitalisierung mit einer umfangreichen Informationskampagne. Unter anderem wird es Infoplakate im Hausflur geben, TV-Laufbänder mit Hinweisen zur Abschaltung der analogen Programme sowie eine Webseite zur Umschaltung mit ausführlichen Informationen zur Umstellung.

Darüber hinaus wird die Telekom den Kunden mit veralteter Technik ein preisgünstiges und einfach zu bedienendes Endgerät (Digital-Analog-Wandler) anbieten. „Der Mieter wird nicht alleingelassen. Wir kümmern uns um jeden Einzelnen, sodass die Abschaltung der analogen Sender möglichst reibungslos funktionieren wird“, sagt Guido Schwarzfeld.
Um die neuen Möglichkeiten nutzen zu können, müssen die Mieter am Tag der Umstellung lediglich einen Sendersuchlauf starten. „Mit dieser Senderoptimierung schaffen wir Platz, damit künftig alle Mieter ihre gewohnten TV-Programme in besserer Qualität und größerer Vielfalt genießen können.“

Nicht zukunftsfähig

Doch warum schaltet die Telekom das analoge Signal überhaupt ab? Bisher wurden doch auch beide Übertragungswege parallel verwendet.
„Die Technologie ist veraltet und wird den heutigen und künftigen Ansprüchen an das moderne Fernsehen nicht mehr gerecht“, erklärt Schwarzfeld. „Dazu kommt, dass wir mit dem Abschalten der analogen Programme dringend benötigte Übertragungskapazitäten in unseren Leitungen schaffen – etwa für schnelle Internetdienste und die sich immer stärker verbreitenden HD- und Ultra-HD-Sender.“ Denn: Mit derselben Bandbreite lassen sich deutlich mehr digitale als analoge Programme senden. So können bis zu zwölf digitale Programme in Standardqualität gleichzeitig über einen TV-Kanal übertragen werden, der zuvor mit nur einem analogen Programm belegt war. Nicht zuletzt bildet die digitale Übertragung auch die technologische Basis für die zunehmende Verschmelzung von TV und Internet wie zum Beispiel die Nutzung von Mediatheken. Die Volldigitalisierung ist also ein notwendiger und konsequenter Schritt hin zum Fernsehen der Zukunft.

Die Abschaltung des analogen Signals ist daher auch keine alleinige Entscheidung der Telekom. Alle Kabelnetzbetreiber stellen – sofern noch nicht geschehen – bis Anfang 2019 vollständig auf digitales Fernsehen um (vgl. hierzu auch das Interview mit Dr. Charissé von der ANGA). In einigen Bundesländern ist dieser Schritt sogar gesetzlich bis Ende 2018 vertraglich verankert (inklusive UKW-Abschaltung).